Awareness als Versicherungsfaktor: Warum Schulungsnachweise unter NIS2 und für Cyberversicherungen entscheidend werden – und wie Aha-Kompass das abnimmt
Rund 80 % aller erfolgreichen Cyberangriffe starten beim Menschen – durch einen Klick auf einen Link, ein zu schwaches Passwort oder eine unbedachte Weitergabe von Informationen. Für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) ist das gleich doppelt relevant:
- Die NIS2-Richtlinie macht Cybersicherheitsschulungen und dokumentierte „Cyberhygiene“ zur Pflicht.
- Cyberversicherer verschärfen ihre Bedingungen und verlangen immer häufiger konkrete Nachweise über Schulungen und Awareness-Maßnahmen.
Kurz gesagt: Security-Awareness ist vom „Nice-to-have“ zum echten Versicherungsfaktor geworden. In diesem Beitrag zeigen wir, was das für KMU bedeutet, welche Schulungsnachweise nötig sind – und wie der Aha-Kompass Ihnen einen Großteil der Arbeit abnimmt.
1. Warum Awareness heute ein harter Risikofaktor ist
Technische Schutzmaßnahmen wie Firewalls, Virenschutz oder Backups gelten in vielen Unternehmen inzwischen als Standard. Die Erfahrung aus Vorfällen zeigt aber:
- Angriffe beginnen häufig mit Phishing-E-Mails oder gefälschten Login-Seiten.
- Mitarbeitende nutzen unsichere Passwörter oder wiederverwenden Zugangsdaten privat und beruflich.
- Homeoffice, Cloud-Dienste und mobile Geräte öffnen zusätzliche Einfallstore.
Damit rückt der Mensch in den Fokus: Wer seine Belegschaft nicht schult, gilt heute als erhöhtes Risiko – für Angreifer, Aufsichtsbehörden und Versicherer gleichermaßen.
2. NIS2-Anforderungen für KMU: Schulungen sind Pflicht – Nachweise auch
Die EU-Richtlinie NIS2 verpflichtet „wesentliche“ und „wichtige“ Einrichtungen zu einem definierten Satz an Cybersicherheitsmaßnahmen. Dazu gehört explizit:
„Basic cyber hygiene practices and cybersecurity training“ – also grundlegende Cyberhygiene und Cybersicherheitsschulungen für Mitarbeitende und Leitungsebene.
Für viele mittelständische Unternehmen – insbesondere aus bestimmten Branchen (z. B. Produktion, Energie, Transport, Gesundheitswesen, digitale Dienste) – sind diese NIS2-Anforderungen für KMU direkt relevant. Aber auch Unternehmen, die „nur“ als Zulieferer in der Wertschöpfungskette hängen, werden zunehmend mit Anforderungen ihrer Kunden konfrontiert.
Wichtig dabei: Es geht nicht nur darum, irgendwie zu schulen, sondern:
- Regelmäßig (z. B. jährlich und anlassbezogen nach Vorfällen oder großen Änderungen).
- Rollenbasiert (Mitarbeitende, IT-Verantwortliche, Management).
- Nachvollziehbar dokumentiert – also auditfähig.
Typische Elemente, die Prüfer und Auditoren sehen wollen:
- Schulungskonzept bzw. Awareness-Programm (Themen, Zielgruppen, Frequenz).
- Teilnehmerlisten / Teilnahmeprotokolle.
- Inhalte der Module (z. B. Phishing, Passwörter, Meldewege, mobile Arbeit).
- Auswertungen von Tests, Feedbacks oder Phishing-Simulationen.
Ohne diese Nachweise wird es schwierig, NIS2-Compliance glaubhaft zu belegen.
3. Cyberversicherung-Voraussetzungen: Warum Versicherer auf Schulungsnachweise schauen
Parallel zur Regulatorik verschärfen viele Versicherer ihre Cyberversicherung-Voraussetzungen:
- Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für kritische Zugänge
- Regelmäßige Updates und Patch-Management
- Backups und Wiederherstellungsfähigkeit
- IT-Sicherheitsschulungen für Mitarbeitende
Marktanalysen zeigen: Ein zunehmender Teil der Versicherer fordert bei Antragstellung oder Vertragsverlängerung konkret nachweisbare Awareness-Maßnahmen. Teilweise werden bessere Konditionen (z. B. geringere Selbstbehalte) gewährt, wenn strukturierte Schulungsprogramme vorhanden sind.
Versicherer fragen u. a.:
- Finden regelmäßige Schulungen zur IT-Sicherheit statt?
- Wie werden neue Mitarbeitende onboarded?
- Gibt es dokumentierte Richtlinien und Prozesse (z. B. zum Umgang mit E-Mail-Anhängen, Passwörtern, Homeoffice)?
- Können Sie Schulungsnachweise IT-Sicherheit (z. B. Teilnahmeprotokolle, Programme) vorlegen?
Im Schadenfall kann es kritisch werden, wenn:
- im Kleingedruckten Obliegenheiten zu Schulungen vereinbart wurden,
- das Unternehmen diese nicht erfüllt oder nicht nachweisen kann.
Dann drohen Leistungskürzungen – oder im Extremfall die Verweigerung der Zahlung. Wer hier vorsorgt und auditfähige IT-Sicherheit nachweisen kann, ist klar im Vorteil.
4. Was genau ist ein „Security Awareness Nachweis“?
Viele Unternehmen unterschätzen, what als Security Awareness Nachweis tatsächlich gebraucht wird. Ein einmaliger Vortrag ohne Dokumentation reicht in der Praxis nicht aus.
Ein belastbarer Nachweis umfasst typischerweise:
- Konzept / Programm
- Ziele (z. B. Reduktion von Phishing-Klicks, Erfüllung von NIS2-Anforderungen).
- Zielgruppen (Mitarbeitende, Führungskräfte, IT-Admin, Management).
- Themen (Phishing, Social Engineering, Passwörter, Remote Work, Meldeprozesse).
- Ziele (z. B. Reduktion von Phishing-Klicks, Erfüllung von NIS2-Anforderungen).
- Planung & Durchführung
- Dokumentierte Termine (z. B. „Awareness-Kickoff“, „Refresh-Session“, „Management-Workshop“).
- Formate (Präsenz, Online, Hybrid, E-Learning, Simulationen).
- Dokumentierte Termine (z. B. „Awareness-Kickoff“, „Refresh-Session“, „Management-Workshop“).
- Teilnahmeprotokolle
- Wer hat wann an welchen Modulen teilgenommen?
- Wie werden Nachzügler oder neue Mitarbeitende integriert?
- Wer hat wann an welchen Modulen teilgenommen?
- Wirksamkeitsnachweis
- Kurze Wissenstests oder Quizze.
- Auswertung von Phishing-Simulationen.
- Feedback der Teilnehmenden.
- Kurze Wissenstests oder Quizze.
- Reporting
- Zusammenfassende Berichte für Geschäftsführung, Auditoren, Kunden oder Versicherer.
- Zusammenfassende Berichte für Geschäftsführung, Auditoren, Kunden oder Versicherer.
Erst diese Kombination macht ein Programm wirklich auditfähig – also belastbar gegenüber Prüfungen, Audits und Versicherern.
5. Praxisbeispiel: So sieht ein auditfähiges Awareness-Programm für KMU aus
Für KMU ohne eigene IT-Abteilung oder CISO darf ein Awareness-Programm nicht zum Bürokratiemonster werden. Ein pragmatischer Ansatz könnte so aussehen:
Schritt 1: Pflichten klären
- Fällt Ihr Unternehmen direkt oder indirekt unter NIS2?
- Welche Anforderungen stellen bestehende oder angefragte Cyberversicherungen?
- Verlangen Kunden bestimmte Zertifikate oder Nachweise?
Schritt 2: Themen & Zielgruppen definieren
- Basis für alle: Phishing & Social Engineering, Passwörter & Authentifizierung, sichere E-Mail- und Internet-Nutzung, Meldewege im Verdachtsfall.
- Ergänzend je nach Bedarf: mobile Arbeit, Cloud-Nutzung, Datenschutz, Umgang mit sensiblen Kundendaten.
Schritt 3: Jahresplan festlegen
- 1–2 Impulsschulungen pro Jahr für alle Mitarbeitenden (60–90 Minuten).
- Kürzere Refresh-Sessions zu aktuellen Angriffswellen (z. B. neue Phishing-Maschen).
- Spezielle Sessions für Management (Pflichten, Haftung, NIS2-Überblick).
Schritt 4: Dokumentation strukturieren
- Einheitliche Teilnehmerlisten (Name, Datum, Modul).
- Zentrale Ablage von Unterlagen (Folien, Handouts, Aufzeichnungen, Auswertungen).
- Kurze Management-Reports (z. B. „90 % der Belegschaft geschult, 2 neue Prozesse definiert“).
Schritt 5: Kontinuierlich verbessern
- Wiederkehrende Fragen aus den Schulungen aufnehmen.
- Prozesse anpassen (z. B. klare „Stoppen–Checken–Melden“-Regel).
- Ergebnisse mit Anforderungen von NIS2, ISO 27001 oder Versicherern abgleichen.
Genau an dieser Stelle setzt der Aha-Kompass an.
6. Wie Aha-Kompass Schulungsnachweise und Auditfähigkeit für Sie vereinfacht
Aha-Kompass ist das modulare Awareness-Programm von Aha-Check – speziell für KMU und IT-Laien konzipiert. Ziel ist es, sichtbare Verhaltensänderung zu erreichen und gleichzeitig die nötigen Nachweise für Compliance, Audits und Versicherer bereitzustellen.
Praxisnahe Inhalte statt Fachchinesisch
Die Module von Aha-Kompass decken gezielt die Themen ab, die Angriffe in der Praxis verhindern:
- Phishing & Social Engineering
Erkennungsmerkmale, typische Maschen (CEO-Fraud, QR-Phishing), „Stoppen–Checken–Melden“-Regel. - Passwörter & Authentifizierung
Passphrasen, Passwortmanager, Mehrfaktor-Authentifizierung, sichere Nutzung von Einmalcodes. - Daten, Cloud & mobile Arbeit
Sicheres Teilen von Daten, Rechte & Freigaben, sichere Nutzung von WLAN, Reisen & Remote-Work. - Melden & Reagieren
Was tun bei Verdacht? Wie melde ich sicher? Erste Schritte bei (vermuteter) Infektion. - Management-Workshop
Pflichten der Geschäftsleitung, Überblick NIS2, KPIs und Reifegrade, Einordnung zu ISO 27001.
Alles wird in verständlicher Sprache vermittelt – ohne Panikmache, mit vielen Beispielen aus dem Alltag.
Formate, die zu KMU passen
- Impulsschulungen (30–90 Minuten) – ideal als Kickoff oder Refresh.
- Workshops (½–1 Tag) – für tiefergehende Bearbeitung von Spezialthemen.
- Remote oder vor Ort – je nach Bedarf und Teamstruktur.
Damit bleibt der Zeitaufwand überschaubar, die Wirkung aber hoch.
Auditfähige IT-Sicherheit durch saubere Dokumentation
Mit Aha-Kompass erhalten Sie nicht nur Schulungen, sondern auch die Dokumentation, die NIS2 und Versicherer sehen wollen:
- Strukturierte Schulungsprogramme und Agenda.
- Teilnehmerlisten und Teilnahmebestätigungen.
- Auf Wunsch Auswertungen von Wissenstests oder Umfragen.
- Management-Zusammenfassungen, die Sie direkt für Audits, Kundenanfragen oder Versicherer verwenden können.
In Kombination mit dem technischen Schwachstellen-Monitoring Aha-Radar entsteht ein schlüssiges Gesamtbild:
Menschen und Technik werden zusammen abgesichert – und das mit nachvollziehbaren, auditfähigen Nachweisen.
7. In 30 Tagen zu vorzeigbaren Schulungsnachweisen: Ein pragmatischer Fahrplan
Wenn Sie heute starten möchten, können Sie sich an diesem kompakten Plan orientieren:
Woche 1
- NIS2-Relevanz prüfen (ggf. mit Beratung).
- Bestehende Cyberversicherung-Policen auf Obliegenheiten zu Schulungen checken.
- Ist-Stand der bisherigen Schulungen erfassen.
Woche 2
- Themenpriorisierung (Phishing, Passwörter, Remote Work, Meldewege).
- Zielgruppen definieren (alle Mitarbeitende, IT, Management).
- Erstgespräch mit Aha-Check für Aha-Kompass vereinbaren.
Woche 3
- Erste Impulsschulung mit Aha-Kompass durchführen (online oder vor Ort).
- Meldewege und Prozesse intern klar kommunizieren.
Woche 4
- Teilnahmeprotokolle und Unterlagen zentral ablegen.
- Kurzbericht für Geschäftsführung und – falls nötig – für Versicherer erstellen.
- Nächste Termine (Refresh, Management-Workshop) für das Jahr planen.
So verfügen Sie bereits nach wenigen Wochen über greifbare, auditfähige Schulungsnachweise IT-Sicherheit, die Sie bei Prüfungen, Kundenanfragen oder im Versicherungsdialog vorlegen können.
FAQ: Häufige Fragen zu NIS2, Cyberversicherung und Schulungsnachweisen
Brauche ich als KMU überhaupt NIS2-konforme Awareness-Schulungen?
Wenn Ihr Unternehmen direkt unter NIS2 fällt, sind Schulungen und Awareness-Maßnahmen Pflicht – inklusive Teilnahme der Geschäftsleitung. Aber auch wenn Sie nur indirekt über Kundenbeziehungen betroffen sind, steigen die Anforderungen an nachweisbare Cybersicherheit deutlich. In der Praxis zahlt sich ein strukturiertes Programm fast immer aus: geringeres Risiko, bessere Verhandlungsposition bei Kunden und Versicherern.
Welche Unterlagen verlangen Cyberversicherer typischerweise als Security-Awareness-Nachweis?
Das variiert je nach Anbieter, typischerweise sind es:
- Beschreibung Ihres Awareness-Programms (Themen, Frequenz).
- Belege für durchgeführte Schulungen (Teilnehmerlisten, Termine, Inhalte).
- Ggf. Resultate von Phishing-Tests oder Kurztests.
Mit Aha-Kompass erhalten Sie diese Unterlagen in einer Form, die Sie direkt für die Kommunikation mit Versicherern nutzen können.
Reichen reine E-Learning-Kurse für auditfähige IT-Sicherheit?
Reine E-Learnings können ein Baustein sein, reichen aber oft nicht aus, um wirksame Awareness und eine lebendige Sicherheitskultur zu erzeugen. Prüfer und Versicherer achten zunehmend auf:
- Verständlichkeit der Inhalte,
- Möglichkeit zu Rückfragen,
- praktische Relevanz für den Alltag.
Aha-Kompass setzt daher auf interaktive Formate (Impulsschulungen, Workshops, Q&A) und kann bei Bedarf mit weiteren digitalen Lernformaten kombiniert werden.
Wie oft sollten Mitarbeitende im Jahr geschult werden?
Bewährt hat sich:
- Mindestens eine strukturierte Awareness-Schulung pro Jahr für alle.
- Anlässepezifische Refreshes, z. B. bei neuen Angriffswellen oder internen Änderungen.
- Zusätzlich gezielte Sessions für neue Mitarbeitende im Onboarding.
Für hochrisikobehaftete Rollen (z. B. Finanzbuchhaltung, Admins) sind häufigere kurze Updates sinnvoll.
Wie unterstützt Aha-Kompass unser Unternehmen konkret?
Kurz zusammengefasst:
- Praxisnahe und verständliche Schulungen ohne Fachchinesisch.
- Formate, die auch bei begrenzter Zeit und ohne eigene IT-Abteilung funktionieren.
- Strukturierte Dokumentation und Schulungsnachweise, die Sie für NIS2, ISO 27001, Audits und Cyberversicherer nutzen können.
- Auf Wunsch Kombination mit Aha-Radar für ein stimmiges Gesamtbild aus Technik und Awareness.
Wenn Sie Awareness als echten Versicherungsfaktor verstehen und gleichzeitig Ihre Mitarbeitenden stärken möchten, ist Aha-Kompass ein pragmatischer Weg, beides zu erreichen – mit klaren Aha-Momenten statt Panikmache.