„Wir sind zu klein für Hacker“? Warum gerade kleine Dienstleister im Visier stehen – und wie Sie Branchenlösungen sicher mit Aha Radar & Aha-Kompass nutzen
Kleine Dienstleister glauben oft, sie seien für Cyberkriminelle uninteressant – dabei richten sich über 80 % aller Ransomware-Angriffe gegen kleine und mittlere Unternehmen. Automatisierte Angriffe durchsuchen das Netz systematisch nach verwundbaren Systemen – völlig unabhängig von der Unternehmensgröße.
In diesem Leitfaden zeigen wir, wie cyberangriffe auf kleine Dienstleister heute ablaufen, wo typische Schwachstellen in Branchenlösungen liegen und wie Sie mit Aha Radar und Aha-Kompass Ihre IT-Sicherheit praxistauglich auf ein neues Niveau heben – ohne eigenes Security-Team.
1. Drei gefährliche Irrtümer: „Unsere Daten sind doch gar nicht interessant…“
Viele kleine Betriebe – vom Steuerbüro über die Kreativagentur bis zum Handwerksbetrieb – starten mit denselben Annahmen:
- „Wir sind zu klein für Hacker.“
Angriffe werden heute weitgehend automatisiert. Bots scannen massenhaft IP-Adressen, Microsoft-365-Tenants oder veraltete VPN-Gateways – sie fragen nicht, ob dahinter ein Konzern oder ein Fünf-Personen-Betrieb sitzt. - „Wir haben nur Office und eine Branchenlösung.“
Genau diese Kombination ist attraktiv: Office-Konten bieten Zugriff auf E-Mail, Cloud-Daten und oft auch auf Login-Resets für Fachsoftware. Branchenlösungen enthalten häufig besonders sensible Daten (Mandantendaten, Personaldaten, Gesundheits- oder Finanzinformationen). - „Unser IT-Dienstleister kümmert sich schon darum.“
Viele Systemhäuser halten Systeme „am Laufen“, haben aber weder die Kapazität noch den Auftrag, täglich über 130 neue Schwachstellenmeldungen auf Relevanz für Ihre Umgebung zu prüfen.
Die Folge: Sicherheitslücken in Fachsoftware, Cloud-Diensten oder Remote-Zugängen bleiben oft länger offen, als es Ihre Organisation verkraften kann.
2. Wie automatisierte Angriffe heute funktionieren – in einfachen Worten
Um die richtige Cybersicherheit im KMU-Umfeld aufzubauen, reicht ein Grundverständnis:
- Automatisierte Schwachstellensuche:
Kriminelle nutzen Tools, die das Internet nach bekannten Sicherheitslücken in bestimmten Versionen von Betriebssystemen, Firewalls, Branchenlösungen oder Cloud-Diensten scannen. - Credential Stuffing & Phishing:
Gestohlene Passwörter aus früheren Leaks werden automatisiert über tausende Logins (z. B. Microsoft 365, DATEV, Kanzlei- oder Agentursoftware) ausprobiert. Parallel dazu versuchen Phishing-Mails, Nutzer zu falschen Logins oder Datei-Downloads zu verleiten. - Ransomware & Datendiebstahl:
Gelingt der Einstieg, verschlüsseln Angreifer Daten oder exfiltrieren komplette Kundendatenbanken, um später Lösegeld zu fordern oder die Daten zu verkaufen.
Die gute Nachricht: Wer Branchenlösung + Cloud-Dienste bewusst absichert und Schwachstellen im Blick behält, kann mit überschaubarem Aufwand ein sehr gutes Schutzniveau erreichen.
3. Typische IT-Szenarien in kleinen Dienstleistungsbetrieben – Risiken & Sofortmaßnahmen
Im Folgenden drei typische Szenarien. Vielleicht erkennen Sie Ihr eigenes Unternehmen darin wieder.
Szenario 1: Kreativ- oder Beratungsagentur mit Cloud-Projekttools
Typische Umgebung
- Microsoft 365 oder Google Workspace
- Projekt- und Kollaborationstools (z. B. Trello, Asana, Jira, Notion)
- File-Sharing (OneDrive, Dropbox, WeTransfer)
- Viele mobile Geräte, Remote-Work, Freelancer-Zugänge
Typische Angriffe
- Account-Übernahme eines Microsoft-365-Kontos über Phishing
- Abgriff von Kundenbriefings und Angeboten aus Projekttools
- Manipulierte Rechnungen, wenn E-Mail-Kommunikation und Vorlagen kompromittiert sind
Branchenspezifische Schwachstellen
- Kein oder inkonsequent eingesetztes Multi-Faktor-Login
- Unübersichtliche Berechtigungen in Projekt- und File-Sharing-Tools
- Inaktive Nutzer (ehemalige Freelancer, Praktikanten) mit weiterhin aktivem Zugriff
- Schatten-IT: kostenlose Tools, die „mal eben“ genutzt werden
Einfache Sofortmaßnahmen
- Für alle zentralen Accounts (Microsoft / Google / Projekttools):
MFA verpflichtend aktivieren und durchsetzen. - Berechtigungen aufräumen: Wer braucht wirklich Zugriff auf welche Projekt-Boards und Ordner?
- Inaktive Nutzer regelmäßig löschen, Gastzugänge prüfen.
- Kurzes Team-Briefing, wie Phishing-Mails und Fake-Login-Seiten erkannt und gemeldet werden.
Szenario 2: Steuerbüro oder Kanzlei mit On-Premise-Fachsoftware & DATEV-Cloud
Typische Umgebung
- Lokale Fachsoftware-Server im Büro (z. B. Steuer-, Lohn- oder Kanzlei-Software)
- DATEV-Anbindung / DATEV-Cloud
- Remote-Zugänge (VPN, Remote Desktop) für Homeoffice
- Externe Dienstleister, die Server warten und Updates einspielen
Typische Angriffe
- Ausnutzung von ungepatchten Schwachstellen in Fachsoftware oder Windows-Servern
- Brute-Force oder Credential-Stuffing auf öffentlich erreichbare Remote-Zugänge
- Phishing rund um „DATEV“, „Elster“, „Mandantenfreigaben“, inkl. gefälschter Login-Portale
Branchenspezifische Schwachstellen
- Update-Zyklen orientieren sich oft an „läuft, also nicht anfassen“
- Remote-Zugänge sind dauerhaft offen, teils ohne MFA
- Nur rudimentäre Netzwerksegmentierung: Fachsoftware-Server, Arbeitsplatz und Internetzugang im selben Netz
- Hohes Vertrauen in alles, was „vom Mandanten“ per E-Mail kommt
Diese Punkte gelten ähnlich für die IT-Sicherheit in Rechtsanwaltskanzleien, die häufig mit vergleichbaren Fachlösungen und Remote-Strukturen arbeiten.
Einfache Sofortmaßnahmen
- Mit dem IT-Dienstleister klären:
Welche Fachsoftware-Versionen laufen? Welche Sicherheitsupdates fehlen aktuell? - Remote-Zugänge prüfen:
- Exponierte RDP-Ports schließen oder auf VPN umstellen
- MFA aktivieren, besonders für alle extern erreichbaren Zugänge
- Exponierte RDP-Ports schließen oder auf VPN umstellen
- Klare Regel: DATEV- und Fachsoftware-Logins niemals über Links in E-Mails aufrufen, sondern immer über bekannte, selbst eingegebene Adressen.
Szenario 3: Kleiner Service- oder Handwerksbetrieb mit SaaS-CRM & Messenger-Kommunikation
Typische Umgebung
- SaaS-CRM für Kunden- und Auftragsverwaltung
- Angebots- und Rechnungsstellung teilw. direkt im CRM
- Kommunikation mit Kunden über WhatsApp, Signal & Co.
- Mehrere Smartphones und Tablets im Einsatz, teilw. privat und beruflich gemischt (BYOD)
Typische Angriffe
- Kontoübernahme des CRM, z. B. über Phishing oder geleakte Passwörter
- Missbrauch von Messenger-Konten, z. B. zur Versendung gefälschter Zahlungsanforderungen
- Infizierte Anhänge oder Links, die auf mobilen Geräten geöffnet werden
Branchenspezifische Schwachstellen
- Einfache oder mehrfach wiederverwendete Passwörter
- Keine Gerätesperren, fehlende Trennung zwischen privat/geschäftlich
- Unverschlüsselte oder unsichere Backups von Kundendaten
- Unsichere WLAN-Netze im Betrieb oder auf Baustellen
Einfache Sofortmaßnahmen
- Passwortmanager einführen und starke, einmalige Passwörter nutzen; MFA überall aktivieren, wo möglich.
- Auf allen Geräten: Geräte-PIN/Passwort, automatische Sperre, aktuelle Updates.
- Kurze Richtlinie für Messenger-Einsatz (z. B. keine IBAN-Änderung per Chat akzeptieren, Rückrufpflicht bei ungewöhnlichen Zahlungsanforderungen).
- Überprüfen, ob CRM-Backups existieren – und ob sie sich im Notfall wirklich wiederherstellen lassen.
Wer nach „Cybersicherheit Handwerk“ sucht, landet oft bei allgemeinen Tipps. Entscheidend ist hier die Kombination aus SaaS-CRM + mobilen Geräten, nicht nur der PC im Büro.
4. Warum „nur Office und eine Branchenlösung“ nicht reicht
Fast alle oben beschriebenen Szenarien haben etwas gemeinsam:
- Es gibt eine oder mehrere Branchenlösungen/Fachsoftware (Kanzlei, Steuer, Handwerk, Agenturtools).
- Diese werden ergänzt durch Cloud-Dienste (Office-Suite, Projekttool, CRM).
- Updates und Sicherheit werden teils vom Systemhaus, teils vom Anbieter, teils vom Team „irgendwie nebenbei“ gemacht.
Parallel dazu werden täglich durchschnittlich rund 130 neue Schwachstellen (CVEs) veröffentlicht – aber nur ein kleiner Teil davon ist tatsächlich kritisch für ein bestimmtes KMU.
Genau hier setzt eine Schwachstellenüberwachung für Fachsoftware an: Statt alles zu überwachen, was theoretisch existiert, konzentriert sich der Blick auf:
- Die konkret eingesetzten Fachlösungen (inkl. Versionen)
- Die verwendeten Cloud-Dienste
- Kritische Infrastruktur wie Firewalls, VPN-Gateways, E-Mail-Server
5. Aha Radar: Schwachstellenüberwachung, die Branchenlösungen & Cloud wirklich abdeckt
Aha Radar ist ein speziell für KMU entwickelter Service, der die Flut neuer Sicherheitsmeldungen auf wenige, wirklich relevante Hinweise pro Monat reduziert – mit menschlicher Bewertung statt reiner Automatisierung.
So funktioniert Aha Radar in der Praxis
- IT-Landschafts-Analyse per Interview
In einem strukturierten Gespräch (ca. 60 Minuten) werden Ihre wichtigsten Systeme erfasst:- Fachsoftware & Branchenlösungen inkl. Versionen
- Cloud-Dienste (z. B. Microsoft 365, DATEV-Cloud, CRM)
- Server, Firewalls, Remote-Zugänge, Besonderheiten Ihrer Branche
- Fachsoftware & Branchenlösungen inkl. Versionen
- Kontinuierliches Monitoring aller relevanten Quellen
Aha-Check überwacht CVE-Datenbanken, Herstellermeldungen und Sicherheitsforschung – und gleicht neue Schwachstellen mit Ihrer IT-Landschaft ab. - Menschliche Relevanzprüfung
Experten bewerten, ob eine Schwachstelle in Ihrer Umgebung tatsächlich ein praktisches Risiko darstellt – unter Berücksichtigung von Branche, Systemkritikalität und bestehenden Schutzmaßnahmen. - Intelligente, verständliche Meldungen
Sie erhalten nur dann eine Meldung, wenn eine reale Betroffenheit vorliegt – inkl.:- klarer Einstufung (Dringlichkeit)
- Erklärung in verständlicher Sprache
- konkreter Handlungsempfehlung (für Sie oder Ihr Systemhaus)
- klarer Einstufung (Dringlichkeit)
- Dokumentation & Compliance
Alle Meldungen werden auditfähig dokumentiert, was z. B. bei NIS2-Anforderungen oder gegenüber Cyberversicherungen ein wichtiges Plus ist.
Aha Radar ist dabei herstellerunabhängig und startet bewusst in Preisregionen, die auch für sehr kleine Unternehmen tragbar sind (ab ca. 50 € monatlich).
6. Aha-Kompass: Mikrotrainings für sicheres Verhalten im Alltag
Technischer Schutz löst nur die halbe Aufgabe: Rund 80 % erfolgreicher Angriffe beginnen beim Menschen.
Mit Aha-Kompass bietet Aha-Check ein modulares Awareness-Programm, das sich ideal für kleine Dienstleister eignet:
- Kurzformate & Mikrotrainings
Impulsschulungen von 30–90 Minuten oder kompakte Workshops, die sich gut in den Arbeitsalltag integrieren lassen. - Branchenrelevante Inhalte (Auswahl)
- Phishing & Social Engineering („Mandantenfreigabe“, „neue Rechnung“, „neues Projektangebot“)
- Passwörter & Mehrfaktor-Authentisierung für Fachsoftware und Cloud-Logins
- Mobile & Cloud-Sicherheit – ideal für Handwerk, Außendienst, Agenturen
- Daten & Kollaboration: Rechte in Projekttools, CRM & DATEV-Umfeld
- Melden & Reagieren: Was tun, wenn eine Mail „komisch“ wirkt oder jemand auf einen falschen Link geklickt hat?
- Phishing & Social Engineering („Mandantenfreigabe“, „neue Rechnung“, „neues Projektangebot“)
- Verständlich statt technisch
Die Schulungen sind für IT-Laien konzipiert und vermitteln konkrete Verhaltensregeln („Stoppen – Checken – Melden“) statt abstrakter Bedrohungsszenarien.
Gemeinsam mit Aha Radar entsteht so ein wirksames Duo:
Aha-Kompass sichert das Verhalten der Menschen ab, Aha Radar die technischen Schwachstellen.
7. So wählen kleine Dienstleister den passenden Einstieg – ein kurzer Buyer’s Guide
Wenn Sie sich fragen, wie Sie Ihre IT-Sicherheit rund um Branchenlösungen konkret verbessern, können Sie in drei Schritten vorgehen:
Schritt 1: Eigene Lage grob einschätzen
- Welche Branchenlösungen/Fachsoftware setzen Sie ein (inkl. Version, falls bekannt)?
- Welche Cloud-Dienste (M365, DATEV-Cloud, CRM, Projekttools) sind im Einsatz?
- Gibt es Remote-Zugänge (VPN, RDP, Fernwartung)?
- Wann wurden Fachsoftware und Server zuletzt aktiv auf Sicherheitsupdates geprüft?
Diese Übersicht hilft Ihnen und jedem externen Partner, zielgerichtet zu handeln.
Schritt 2: Rollen mit dem IT-Dienstleister klären
- Wofür ist Ihr Systemhaus verantwortlich (Betrieb, Updates, Backups)?
- Wer bewertet neue Schwachstellen, die nicht automatisch durch Updates abgedeckt sind?
- Wie werden dringende Sicherheitsmeldungen priorisiert und kommuniziert?
Aha Radar lässt sich hier gut als unabhängige Schwachstellenüberwachung ergänzend zu Ihrem Systemhaus einsetzen – inklusive Weiterleitung verständlicher Reports an den Dienstleister.
Schritt 3: Kombi aus Aha Radar & Aha-Kompass planen
- Mit Aha Radar erhalten Sie kontinuierliche Schwachstellenüberwachung, die auch Ihre Branchenlösung und Cloud-Dienste im Blick behält.
- Mit Aha-Kompass stärken Sie Ihr Team gegen Phishing, Social Engineering und Fehlbedienung in Cloud-Anwendungen.
Gerade für kleine Dienstleister mit gemischter IT-Landschaft (On-Premise-Fachsoftware + Cloud-Dienste + mobile Geräte) ist diese Kombination oft die wirtschaftlichste Lösung, um Cyberangriffe auf kleine Dienstleister wirksam zu adressieren.
FAQ zu Cyberangriffen auf kleine Dienstleister & Aha-Check
Sind kleine Dienstleister wirklich ein lohnendes Ziel?
Ja. Statistiken zeigen, dass ein Großteil der Ransomware-Angriffe KMU trifft. Kleine Unternehmen gelten als leichteres Ziel – oft mit schwächerer Abwehr, aber dennoch zahlungsbereit, um schnell weiterarbeiten zu können.
Reicht mein IT-Systemhaus nicht aus?
Ihr Systemhaus ist wichtig, um Systeme zu betreiben und technische Maßnahmen umzusetzen. Häufig fehlt aber die Kapazität, jeden Tag neue Schwachstellenmeldungen zu bewerten und im Kontext Ihrer Branche zu priorisieren. Aha Radar ergänzt hier mit unabhängiger, menschlicher Schwachstellenanalyse und klaren Handlungsempfehlungen.
Was kostet professionelle Schwachstellenüberwachung für kleine Unternehmen?
Aha Radar ist speziell für KMU und Kleinstbetriebe konzipiert und startet bereits in einem niedrigen zweistelligen Monatsbereich (ab ca. 50 € pro Monat, abhängig von Umfang und Umgebung). Verglichen mit den typischen Schäden eines Cyberangriffs ist das Invest überschaubar.
Wie schnell können wir starten?
Die Erfassung Ihrer IT-Landschaft erfolgt typischerweise in einem einstündigen Gespräch. Anschließend wird das Monitoring eingerichtet, sodass Aha Radar in wenigen Tagen produktiv läuft.
Fazit: Branchenlösungen sicher nutzen – auch ohne eigenes Security-Team
Ob Agentur, Steuerbüro, Kanzlei oder Handwerksbetrieb:
Sie sind nicht zu klein für Hacker – aber Sie können mit überschaubarem Aufwand ein Schutzniveau erreichen, das automatisierte Angriffe und typische Fehler im Alltag sehr effektiv abfängt.
- Aha Radar übernimmt die kontinuierliche, kontextbezogene Schwachstellenüberwachung Ihrer Fachsoftware und Cloud-Dienste.
- Aha-Kompass macht Ihre Mitarbeitenden zur ersten Verteidigungslinie gegen Phishing, Social Engineering und Cloud-Risiken.
Der nächste Schritt ist einfach:
IT-Landschaft grob erfassen, Verantwortlichkeiten klären – und in einem unverbindlichen Gespräch prüfen, wie Aha-Check Sie konkret unterstützen kann.